Beleihungswertgutachten

Beleihungswertgutachten

Der Beleihungswert ist eine wichtige Grundlage für Banken und Sparkassen bei der Bewertung einer Kreditsicherheit.

Im Gegensatz zum stichtagsbezogenen Verkehrswert (Marktwert) bildet der Beleihungswert einen Mindestpreis über die Laufzeit des Darlehns. Der Beleihungswert ist der Preis, von dem mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann, dass er sich unter Berücksichtigung aller zukünftigen Marktschwankungen während der Laufzeit des Darlehns zu jedem beliebigen Zeitpunkt realisieren lässt.

Daher liegt der Beleihungswert in der Regel deutlich unter dem Verkehrswert (Marktwert).

In § 16 Absatz 2 PfandbriefGesetz (PfandBG) heisst es dazu: Der Beleihungswert darf den Wert nicht überschreiten, der sich im Rahmen einer vorsichtigen Bewertung der zukünftigen Verkäuflichkeit einer Immobilie und unter Berücksichtigung der langfristigen, nachhaltigen Merkmale des Objektes, der normalen regionalen Marktgegebenheiten sowie der derzeitigen und möglichen anderweitigen Nutzungen ergibt. Spekulative Elemente dürfen dabei nicht berücksichtigt werden. Der Beleihungswert darf einen auf transparente Weise und nach einem anerkannten Bewertungsverfahren ermittelten Marktwert nicht übersteigen. Der Marktwert ist der geschätzte Betrag, für welchen ein Beleihungsobjekt am Bewertungsstichtag zwischen einem verkaufsbereiten Verkäufer und einem kaufbereiten Erwerber, nach angemessenem Vermarktungszeitraum, in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauft werden könnte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.